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Verlagsgruppe News Gesellschaft M.B.H.

 

 


media.tower

Der Media Tower liegt unmittelbar gegenüber der Innenstadt Wiens am Donaukanal in 1020 Wien, Ecke Taborstraße 1-3 / Obere Donaustraße. Das Projekt basiert auf städtebaulichen und stadträumlichen Gesichtspunkten, auf der spezifischen Integration in das Umfeld und auf der Schaffung einer bestimmten urbanen Atmosphäre sowohl im Straßen- als auch im Hofbereich.

 

Die Auseinandersetzung mit Stadtstruktur und Stadtgestalt sowie die Integration in die angrenzende Bebauung führten zu dem Konzept, einen öffentlichen Platz durch Zurücksetzen des hohen Baukörpers von der Straßenfront entstehen zu lassen. Der Beginn der Taborstraße wird durch einen Baukörper eingeleitet, der sowohl in der Gesimshöhe als auch in der Bau- und Materialstruktur die Altbebauung fortführt. Das Gestaltkonzept ergibt hier eine Dialektik auf zwei maßgeblichen Ebenen: auf der einen Seite die ca. 5-geschoßigen Objekte der alten Blockstruktur, auf der anderen Seite die Hochhausbauten.

 

Diese stadträumliche Artikulation ist sowohl vom Blick von der Innenstadt über die Schwedenbrücke in Richtung Taborstraße, flussaufwärts und flussabwärts vom Donaukanal aus, als auch im Rückblick von der Taborstraße in Richtung Innenstadt wirksam. Angestrebt wurde dabei eine mediale Präsenz im Stadtbild. Die zugeordnete Materialverwendung akzentuiert die Komposition der Volumen:

  • Der 15-geschoßige Hauptbaukörper als Längsriegel etwa parallel zur Taborstraße mit einer Stirnseite in Richtung Donaukanal orientiert mittels einer Metall-Glas-Fassade mit vorgesetzten horizontalen Metallelementen.
  • Der 5-geschoßige Fußbaukörper mit integrierter Stele auf dem Vorplatz zur Taborstraße besticht mit geschoß-hoher Verglasung in Structural-Glazing-Technik, die Stele bildet einen mit Verde-Andeer-Naturstein berkleideten Schaft.
  • Der steinerne Kopfbau in der Taborstraße schließt als 6-geschoßiger Baublock mit Lochfassade und Natursteinverkleidung aus Basaltino an die bestehende Nachbarbebauung an.
  • Der schräge Turmbaukörper mit Structural-Glazing-Fassade als gläsernes Prisma kragt teils über den Vorplatz aus, teils sitzt er auf dem Steinblock auf.

 

Quelle: Generali-Folder, Foto: Generali-Folder

Hans Hollein

*1934, Studium bei Clemens Holzmeister an der Akademie der bildenden Künste in Wien, seit 1964 eigenes Büro in Wien. Internationale Tätigkeit als Architekt, Städteplaner, Designer, Lehrer, freier Künstler, Ausstellungskurator. Ordinariat für Architektur an der Universität für angewandte Kunst Wien.

 

Hans Hollein ist Träger zahlreicher Preise und Ehrungen. Er ist als Architekt und bildender Künstler unter anderen in den Sammlungen des Museum of Modern Art, New York; des Centre Pompidou, Paris; des Victoria and Albert Museum, London; des National Museum of Modern Art, Kyoto; sowie in der Graphischen Sammlung Albertina, Wien, vertreten.

 

Zu seinen wesentlichen Bauten zählen öffentliche Institutionen wie das Städtische Museum Abteiberg, Mönchengladbach; das Museum für Glas und Keramik, Teheran; das Museum für moderne Kunst, Frankfurt; das Niederösterreichische Landesmuseum und die Ausstellungshalle St. Pölten; „Vulcania“, Museum für Vulkanismus in der Auvergne; der neue Eingangsbereich der Albertina in Wien und der Saturn Tower in der Donaucity in Wien.



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